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Projektzusammenfassung

Beteiligte im Projekt „Europäische Lebens- und Arbeitswelten – EULA PARTI“ sind die Evangelische – Lutherische Kirche in Norddeutschland – Jugendaufbauwerk (JAW) Plön Koppelsberg als Koordinator sowie: 

Das Bildungshaus Kloster Neustift (Italien – Südtirol) – bis 10/2018
Das Bildungshaus Schloss Retzhof (Österreich – Steiermark)
Wien Work – Integrative Betriebe- und AusbildungsgmbH (Österreich – Wien)
Die Akademie am See (Deutschland – Schleswig-Holstein)
Das Begegnungs- und Kulturzentrum Friedrich Teutsch der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien (Sibiu/Hermannstadt) – ab 11/2018
Lebenshilfewerk Kreis Plön (Deutschland – Schleswig-Holstein)

Ausgehend von der Erkenntnis, dass es im europäischen Kontext des Bereiches Erwachsenenbildung nur sehr wenige inklusive Angebote gibt, bzw. die wenigen vorhanden Angebote nicht ausreichend kommuniziert werden und damit die Zielgruppe nicht erreichen können, haben wir uns das Ziel gesetzt, dies zu ändern.

Das Projektkonsortium setzte sich dabei zusammen aus Bildungshäusern, die als Anbieter von Weiterbildungsangeboten im Bereich der Erwachsenenbildung fungieren und ein großes Interesse daran haben, ihre Angebote für die Zielgruppe zu erschließen und mit dem Jugendaufbauwerk, der Lebenshilfe und Wien Work, die als Träger von Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen fungieren.

Dabei ging es um die Verbindung von behinderten und nicht behinderten Lebenswelten sowie die Integration in zeitgemäße und zukunftsfähige inklusive Angebote der Erwachsenenbildung.

Hierdurch ist es gelungen, ein europäisches Netzwerk für inklusive und partizipative Erwachsenenbildung aufzubauen und darüber hinaus weitere europäische Partner zu identifizieren, die in der Folgen dazu beitragen werden, weitere inklusive und partizipative Angebote in Rahmen der Europäischen Erwachsenenbildung zu entwickeln und zu erproben.

Aufgrund interner, strukturellen Veränderung bei dem Projektpartner Bildungshaus Kloster Neustift (Italien – Südtirol) kam es etwa zur Hälfte der Projektlaufzeit zu Veränderungen in der Strategischen Partnerschaft. Das Bildungshaus Kloster Neustift schied aus dem Vertrag aus. In Abstimmung mit der Nationalen Agentur gelang es aber, mit dem Begegnungs- und Kulturzentrum Friedrich Teutsch in Rumänien einen neuen Projektpartner zu gewinnen und zu integrieren.

Insgesamt und über den gesamten Projektzeitraum waren über 40 Akteure in den Austausch von Erfahrungen in guter Praxis über inklusive Erwachsenenbildung und der Entwicklung von innovativen Produkten der inklusiven, partizipativen Erwachsenenbildung eingebunden. Hierbei handelte es sich sowohl um pädagogische Fachleute, als auch behinderte und nichtbehinderte Lehrende aus dem Bereich der Erwachsenenbildung als Experten in eigener Sache.

Darüber hinaus wurden auch immer wieder externe Experten in die Projektarbeit mit einbezogen, um die Verbindung von behinderten und nicht behinderten Lebenswelten bereits auf der konzeptionellen Ebene inklusiv, partizipativ und barrierefrei zu gestalten. 

Im Rahmen von Tagungen und Konferenzen bei den jeweiligen Partner, die in Form von Workshops und Arbeitsgruppen organisiert waren, konnte zu den jeweiligen Arbeitsschwerpunkten die möglichen thematischen Ansätze für inklusive Weiterbildungsmodule herausgearbeitet werde, bei denen die jeweiligen regionalen und kulturellen Besonderheiten sowie die Struktur der jeweiligen Anbieter/Bildungshäuser identifiziert werden konnten und Berücksichtigung fanden. Die detaillierten Anforderung, sowohl inhaltlich, didaktisch, als auch an die Infrastruktur und die organisatorischen Rahmenbedingungen wurden hierbei festgelegt.

Als Ergebnis ist es gelungen, musterhaft ein inklusives Weiterbildungsangebot zu konzipieren, dieses anzubieten und auch durchzuführen. Als Überbau wurde ein Curriculum erarbeitet, in dem musterhaft der Ablaufplan für eine Woche inklusive Fortbildung  beschrieben wird.

Unter dem Titel „Über den Tellerrand geschaut“ wurde die inklusive Erwachsenenweiterbildung zum Thema „Gesundheit und Ernährung“ im Bildungshaus Schloß Retzhof in Nals in der Steiermark durchgeführt. Dabei wurde darauf geachtet, dass nicht nur die Gruppe der Teilnehmenden sowohl aus behinderten, als auch aus nicht behinderten Männern und Frauen bestand. Die Referenten und Referentinnen führten die Seminarreihe als behindert/nicht behindertes Tandem im Team durch.

Die Auswertung und Wirkungsmessung hat ausgesprochen positive Ergebnisse erbracht. Die Teilnehmenden haben den inklusiven partizipativen Ansatz als äußerst gewinnbringend erfahren. Hemmschwellen wurden nicht nur bei den Teilnehmenden, sondern gerade auch bei den Referenten abgebaut.

Die Bildungshäuser werden anhand des Curriculums ihren integrativen Ansatz weiter verstärken dies in ihrer infrastrukturellen Planung und der inhaltlichen und  didaktischen Angebotsentwicklung berücksichtigen.
 

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